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Nachlassplanung vor der Pensionierung

Mit der Pensionierung stellen sich die Weichen für Jahrzehnte: Rente oder Kapital, Absicherung des Partners, das Haus, die Kinder. Wer diese Entscheide mit einer klaren Nachlassplanung verbindet, bestimmt selbst, was gilt. Wir zeigen Ihnen in einem Erstgespräch, was in Ihrer Situation zu regeln ist.

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Ein Paar Anfang sechzig bespricht auf der Gartenterrasse Unterlagen bei einer Tasse Tee

Erstgespräch anfragen

Porträt von Fabian Steuri

Ihre Anfrage geht direkt anFabian SteuriFachanwalt SAV Erbrecht

Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Arbeitstages. Ein Erstgespräch dauert rund eine Stunde und wird zum vereinbarten Honoraransatz berechnet; den Ansatz nennen wir Ihnen vorher. Im Gespräch klären wir Ihre Ausgangslage und nennen den Kostenrahmen für das weitere Vorgehen.

Wie sollen wir antworten?

Eine Anwältin oder ein Anwalt dieses Standorts meldet sich bei Ihnen. Besprechungen finden dort statt.

Ein bis zwei Sätze genügen. Bitte noch keine vertraulichen Unterlagen.

Ihre Angaben werden vertraulich behandelt und ausschliesslich zur Bearbeitung Ihrer Anfrage verwendet. Bitte schildern Sie Ihr Anliegen zunächst in Umrissen und senden Sie noch keine vertraulichen Unterlagen — wir prüfen zuerst, ob eine Interessenkollision besteht, und melden uns dann bei Ihnen. Datenschutzerklärung

Das klären wir im Erstgespräch.

Bestehende Regelungen prüfen

Wir sehen Testament, Ehevertrag, Vorsorgeauftrag und Begünstigungen durch und sagen Ihnen, was heute noch trägt und was nicht.

Handlungsbedarf priorisieren

Sie erhalten eine Liste: Was ist dringend, was kann warten, und was lässt sich ohne Notariat erledigen.

Vorgehen und Kosten besprechen

Wir halten fest, welche Dokumente in welcher Reihenfolge entstehen, wer daran mitwirken muss und was das kostet.

Passt zu Ihnen, wenn …

Die Pensionierung steht bevor

Sie sind zwischen 55 und 70, entscheiden bald über Rente oder Kapital und möchten, dass Vorsorge und Nachlass zusammenpassen.

Sie möchten Ihren Partner absichern

Verheiratet, in eingetragener Partnerschaft oder im Konkubinat: Sie wollen, dass die Partnerin oder der Partner im Haus bleiben kann und finanziell abgesichert ist.

Kinder, Haus oder Unternehmen

Sie überlegen, den Kindern jetzt schon etwas zu geben, das Haus zu übertragen oder Ihr Unternehmen geordnet weiterzugeben.

Ihre Ansprechpersonen.

Porträt von Fabian Steuri

Fabian Steuri

Partner · M.A. HSGRechtsanwalt und öffentlicher NotarFachanwalt SAV Erbrecht
Porträt von Kim Ana Wegmann

Kim Ana Wegmann

MLawRechtsanwältin und öffentliche Notarin

Warum die Pensionierung der richtige Zeitpunkt ist

Kurz vor der Pensionierung treffen Sie Entscheide, die sich später kaum korrigieren lassen: Rente oder Kapital, Bezug der Säule 3a, Amortisation der Hypothek, vielleicht die Übergabe des Unternehmens. Jeder dieser Entscheide verändert, was im Todesfall zu wem geht. Eine Nachlassplanung, die diese Fragen mitdenkt, verhindert, dass Vorsorge und Erbrecht gegeneinander laufen.

Dazu kommt: Mit dem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, einmal nicht mehr selbst entscheiden zu können. Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung gehören deshalb in dieselbe Planung wie Testament und Erbvertrag.

Pensionskasse: Rente oder Kapital

Die Rente sichert ein lebenslanges Einkommen und für den Ehegatten unter den Voraussetzungen des Gesetzes und des Reglements eine Hinterlassenenrente — im Obligatorium 60 Prozent der Altersrente (Art. 19 und 21 BVG). Ein individueller Kapitalrest wird bei Rentenbezug grundsätzlich nicht vererbt. «Für die Kinder bleibt nichts» stimmt so aber nicht: Waisenrenten von 20 Prozent laufen bis zum 18. Altersjahr, bei Ausbildung bis 25 (Art. 20 und 22 BVG), und viele Reglemente sehen zusätzliche Todesfallleistungen oder weitere begünstigte Personen vor (Art. 20a BVG). Was Ihre Kasse vorsieht, steht im Reglement — wir lesen es mit Ihnen durch. Beim Kapitalbezug gehört das Geld Ihnen; es wird einmalig zu einem reduzierten Satz besteuert. Vererbt wird später das, was davon noch vorhanden und nach Güterrecht Ihnen zuzuordnen ist.

Ob Rente, Kapital oder eine Mischform passt, hängt von Gesundheit, weiterem Vermögen, Familiensituation und Steuern ab. Wir prüfen die Wirkung beider Varianten auf den Nachlass, bevor Sie sich festlegen. Bei Säule 3a und Freizügigkeitsguthaben klären wir, ob die Begünstigtenordnung zu Ihrer Planung passt.

Ehegatten und Partner absichern

Verheiratete Paare haben zwei Hebel. Der Ehevertrag regelt, was beim Tod aus dem Güterrecht an den überlebenden Ehegatten geht, etwa durch Zuweisung des gesamten Vorschlags. Der Erbvertrag oder das Testament regelt den Nachlass. Seit der Erbrechtsrevision 2023 beträgt der Pflichtteil der Kinder noch die Hälfte ihres gesetzlichen Anspruchs, die Eltern haben keinen Pflichtteil mehr. Dadurch lässt sich der Ehegatte deutlich stärker begünstigen als früher, bis hin zur Nutzniessung am ganzen Anteil der gemeinsamen Kinder (Art. 473 ZGB).

Konkubinatspaare haben von Gesetzes wegen nichts. Kein Erbrecht, keinen Pflichtteil, in vielen Pensionskassen keine Hinterlassenenleistung ohne Anmeldung. Hier ist die Regelung durch Testament oder Erbvertrag zwingend, ergänzt durch die Begünstigtenmeldung bei Pensionskasse und Säule 3a.

Wohneigentum: Wer bleibt im Haus?

Was mit dem Haus geschieht, entscheidet sich in drei Schritten. Zuerst zählt das Eigentum: Gehört die Liegenschaft einer Person allein oder beiden zu Miteigentum? Bei Verheirateten folgt die güterrechtliche Auseinandersetzung, die bestimmt, welcher Teil überhaupt in den Nachlass fällt. Erst dann greift das Erbrecht — und der verbleibende Anteil gehört der Erbengemeinschaft, in der jede Entscheidung Einstimmigkeit braucht. Unverheiratete Partnerinnen und Partner sind dabei nicht gesetzliche Erben; sie erhalten nur, was ihnen Testament oder Erbvertrag innerhalb der verfügbaren Quote zuweist. Damit der überlebende Partner sicher bleiben kann, weisen wir das Haus im Ehevertrag oder Erbvertrag zu, oder wir sichern ihm Nutzniessung oder Wohnrecht. Gleichzeitig prüfen wir die Tragbarkeit der Hypothek nach der Pensionierung und eine allfällige Übertragung an ein Kind zu Lebzeiten.

Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung

Im Vorsorgeauftrag bestimmen Sie, wer Ihre Angelegenheiten regelt, wenn Sie urteilsunfähig werden: Vermögen, Verträge, Behörden, Vertretung in rechtlichen Fragen. Ohne Vorsorgeauftrag entsteht nicht automatisch eine Beistandschaft. Ehegatten sowie eingetragene Partnerinnen und Partner, die einen gemeinsamen Haushalt führen oder regelmässig persönlich Beistand leisten, haben von Gesetzes wegen ein Vertretungsrecht; es umfasst den üblichen Unterhaltsbedarf und die ordentliche Verwaltung von Einkommen und Vermögen (Art. 374 ZGB). Für die ausserordentliche Vermögensverwaltung braucht es die Zustimmung der KESB — und wer nicht verheiratet ist, hat dieses Vertretungsrecht gar nicht. Behördliche Massnahmen kommen erst, wenn die eigene Vorsorge und die Unterstützung durch Nahestehende nicht genügen (Art. 389 ZGB). Der Vorsorgeauftrag muss eigenhändig geschrieben oder öffentlich beurkundet sein; wir beurkunden ihn im Haus und lassen den Hinterlegungsort beim Zivilstandsamt eintragen. Bei Eintritt der Urteilsunfähigkeit prüft ihn die KESB und setzt ihn in Kraft.

Die Patientenverfügung ergänzt ihn für medizinische Entscheide. Beide Dokumente sollten aufeinander und auf Testament oder Erbvertrag abgestimmt sein.

Schenkungen und Erbvorbezug an die Kinder

Viele Eltern möchten den Kindern zu Lebzeiten helfen, beim Hauskauf, in der Ausbildung der Enkel oder beim Aufbau eines Geschäfts. Rechtlich ist das eine Schenkung oder ein Erbvorbezug — und nicht jede Zuwendung wird gleich behandelt.

Zu unterscheiden sind zwei Fragen. Die Ausgleichung regelt das Verhältnis der Erben untereinander: Heiratsgut, Ausstattung, Vermögensabtretung oder Schulderlass an Nachkommen sind bei der Erbteilung auszugleichen, sofern der Erblasser nicht ausdrücklich das Gegenteil verfügt hat (Art. 626 ZGB). Wer eine Zuwendung von der Ausgleichung befreien will, muss das sagen — und zwar so, dass es später nachweisbar ist. Die Herabsetzung schützt dagegen die Pflichtteile: Ausstattungen, die nicht ausgeglichen werden, zählen ohne zeitliche Grenze mit (Art. 527 Ziff. 1 ZGB), gewöhnliche Schenkungen für die letzten fünf Jahre vor dem Tod (Art. 527 Ziff. 3 ZGB); übliche Gelegenheitsgeschenke bleiben aussen vor. Eine von der Ausgleichung befreite Zuwendung kann also trotzdem herabgesetzt werden, wenn sie einen Pflichtteil verletzt.

Wir halten schriftlich fest, was angerechnet werden soll und was nicht, und prüfen getrennt, ob die Pflichtteile gewahrt bleiben — damit unter den Geschwistern später Klarheit herrscht.

Unternehmen und Nachfolge

Wer ein Unternehmen führt, plant zwei Übergaben: die operative und die erbrechtliche. Aktionärbindungsvertrag, Erbvertrag mit den übrigen Erben und eine nachvollziehbare Bewertung verhindern, dass das Unternehmen in der Erbteilung zerschlagen oder blockiert wird. Wir stimmen die Nachfolgeregelung mit Ihrer Treuhand oder Steuerberatung ab.

Steuern

Ehegatten und Nachkommen zahlen in den Kantonen St. Gallen, Appenzell Ausserrhoden und Zürich keine Erbschafts- und Schenkungssteuern. Konkubinatspartner und entferntere Verwandte werden deutlich höher besteuert; einzelne Kantone kennen für langjährige Lebenspartner reduzierte Tarife. Der Kapitalbezug aus der Pensionskasse wird getrennt vom übrigen Einkommen zu einem reduzierten Satz besteuert, gestaffelte Bezüge über mehrere Jahre können die Belastung senken. Wir zeigen Ihnen die steuerlichen Folgen jeder Variante auf und arbeiten wo nötig mit Ihrer Steuerberatung zusammen.

Digitaler Nachlass und Unterlagen

E-Banking, Passwortmanager, Abonnemente, Cloud-Speicher, Social Media: Ohne Zugang stehen Angehörige vor verschlossenen Türen. Wir empfehlen ein Verzeichnis der Konten und Verträge sowie einen geregelten Notfallzugriff, aufbewahrt bei den übrigen Nachlassdokumenten. Testament oder Erbvertrag halten fest, wer den digitalen Nachlass abwickelt.

Was Sie vor der Pensionierung klären sollten

  1. Rente oder Kapitalbezug aus der Pensionskasse, und was die Wahl für den überlebenden Partner bedeutet
  2. Begünstigung in Säule 3a und Freizügigkeitsguthaben
  3. Güterstand und Ehevertrag: Wem gehört was, und was fällt in den Nachlass
  4. Testament oder Erbvertrag: Absicherung des Partners, Pflichtteile der Kinder
  5. Wohneigentum: Eigentum, Nutzniessung oder Wohnrecht für den überlebenden Partner
  6. Schenkungen und Erbvorbezüge an die Kinder, inklusive Ausgleichung
  7. Vorsorgeauftrag: Wer vertritt Sie, wenn Sie nicht mehr selbst entscheiden können
  8. Patientenverfügung: Welche medizinischen Massnahmen Sie wünschen
  9. Unternehmen: Nachfolge, Aktionärbindungsvertrag, Bewertung
  10. Digitaler Nachlass: Zugänge, Konten, Verträge, Dokumentenablage

So geht es weiter.

  1. Anfrage — per Formular, Telefon oder E-Mail.
  2. Erstgespräch — wir klären Ausgangslage, Vorgehen und Kosten.
  3. Mandat — wir führen es zielgerichtet und wirksam nach Ihren Interessen und halten Sie auf dem Laufenden.

Häufige Fragen.

Wann sollte ich meinen Nachlass regeln, wenn die Pensionierung bevorsteht?
Idealerweise ein bis zwei Jahre vor der Pensionierung, bevor Sie sich für Rente oder Kapital entscheiden. Dann lassen sich Vorsorge, Güterrecht und Erbrecht aufeinander abstimmen. Bestehende Regelungen können Sie jederzeit anpassen.
Rente oder Kapital: Was ist für meine Familie besser?
Bei der Rente erhält der überlebende Ehegatte eine Hinterlassenenrente, wenn Gesetz und Reglement die Voraussetzungen als erfüllt ansehen — im Obligatorium 60 Prozent der Altersrente; sind sie es nicht, tritt eine einmalige Abfindung an die Stelle (Art. 19 BVG). Ein individueller Kapitalrest wird dabei nicht vererbt; Waisenrenten und reglementarische Todesfallleistungen sind davon zu unterscheiden. Beim Kapitalbezug gehört das Geld zu Ihrem Vermögen; vererbt wird, was davon beim Tod noch vorhanden ist. Welche Variante passt, hängt von Gesundheit, Vermögen, Familiensituation und Steuern ab. Wir prüfen beides mit Ihnen.
Fällt mein Pensionskassenguthaben in den Nachlass?
Nein, solange es in der Pensionskasse bleibt. Hinterlassenenleistungen richten sich nach Gesetz und Reglement, nicht nach dem Erbrecht. Auch Säule 3a wird nach der Begünstigtenordnung ausbezahlt; für die Berechnung der Pflichtteile werden 3a-Guthaben jedoch hinzugerechnet und unterliegen der Herabsetzung (Art. 476 und 529 ZGB). Bezogenes Kapital gehört dagegen zu Ihrem Vermögen und fällt, soweit es beim Tod noch vorhanden und Ihnen güterrechtlich zuzuordnen ist, in den Nachlass.
Wie sichere ich meinen Ehegatten ab, ohne die Kinder zu übergehen?
Seit der Erbrechtsrevision 2023 beträgt der Pflichtteil der Kinder die Hälfte ihres gesetzlichen Anspruchs (Art. 471 ZGB). Mit Ehevertrag, Erbvertrag oder Testament können Sie dem Ehegatten die verfügbare Quote und die Nutzniessung am Anteil der gemeinsamen Kinder zuwenden (Art. 473 ZGB). Bei dieser Lösung werden die gemeinsamen Kinder bereits beim ersten Todesfall Erben — ihr Anteil ist aber mit der Nutzniessung des überlebenden Ehegatten belastet, der die Erträge behält und das Vermögen nutzen kann. Davon zu unterscheiden ist eine vertragliche Lösung, bei der die Kinder vorerst auf ihren Anteil verzichten; sie bedarf ihrer Mitwirkung. Kinder, die nicht aus dieser Ehe stammen, sind gesondert zu regeln: Art. 473 ZGB erfasst nur die gemeinsamen Nachkommen.
Was passiert mit unserem Haus, wenn einer von uns stirbt?
Ob und welcher Anteil des Hauses in den Nachlass fällt, hängt zuerst von den Eigentumsverhältnissen ab: Wer steht im Grundbuch, allein oder zu Miteigentum? Bei Verheirateten kommt die güterrechtliche Auseinandersetzung dazu — sie geht der Erbteilung voraus und bestimmt, was überhaupt Nachlass ist. Ein unverheirateter Partner hat kein gesetzliches Erbrecht; ohne Testament oder Erbvertrag erhält er nichts. Wir prüfen, wie Eigentum, Liquidität und Wohnsituation für den Todesfall geregelt werden können — über Ehevertrag und Erbvertrag, über die Zuweisung des Hauses, Nutzniessung oder Wohnrecht.
Brauche ich einen Vorsorgeauftrag, wenn ich verheiratet bin?
Meist ja — aber nicht, weil sonst automatisch eine Beistandschaft entstünde. Ehegatten sowie eingetragene Partnerinnen und Partner haben unter gesetzlichen Voraussetzungen ein Vertretungsrecht, das den üblichen Unterhaltsbedarf und die ordentliche Verwaltung von Einkommen und Vermögen umfasst (Art. 374 ZGB). Für die ausserordentliche Vermögensverwaltung — etwa den Verkauf des Hauses — braucht es die Zustimmung der KESB. Behördliche Massnahmen sind subsidiär (Art. 389 ZGB). Mit dem Vorsorgeauftrag bestimmen Sie selbst, wer handelt und wie weit die Vollmacht reicht; die KESB prüft ihn bei Eintritt der Urteilsunfähigkeit und setzt ihn in Kraft.
Kann ich meinen Kindern jetzt schon etwas geben?
Ja, als Schenkung oder Erbvorbezug. Nicht jede Zuwendung wird dabei gleich behandelt — zwei Prüfungen sind auseinanderzuhalten. Die **Ausgleichung** betrifft das Verhältnis der Erben untereinander: Was Sie Nachkommen als Heiratsgut, Ausstattung, Vermögensabtretung oder Schulderlass zugewendet haben, ist in der Erbteilung auszugleichen, sofern Sie nicht ausdrücklich das Gegenteil verfügen (Art. 626 ZGB). Die **Herabsetzung** betrifft den Pflichtteilsschutz: Ausstattungen, die nicht der Ausgleichung unterliegen, zählen ohne zeitliche Grenze mit (Art. 527 Ziff. 1 ZGB), gewöhnliche Schenkungen für die letzten fünf Jahre vor dem Tod (Art. 527 Ziff. 3 ZGB). Halten Sie deshalb bei jeder Zuwendung fest, ob sie später angerechnet werden soll; der Pflichtteilsschutz bleibt gesondert zu prüfen. Wir formulieren das so, dass unter den Geschwistern später Klarheit herrscht.
Wie viele Termine braucht eine Nachlassplanung?
In der Regel zwei bis drei: Erstgespräch mit Auslegeordnung, Besprechung der Entwürfe, Unterzeichnung oder Beurkundung. Den Kostenrahmen nennen wir Ihnen im Erstgespräch. Bei Bedarf beziehen wir Ihre Bank, Ihre Pensionskasse oder Ihre Steuerberatung ein.
Was ändert sich für Konkubinatspaare?
Konkubinatspartner haben kein gesetzliches Erbrecht und keinen Pflichtteil. Sie erben nur, was Testament oder Erbvertrag ihnen zuweisen, und zwar innerhalb der verfügbaren Quote. Hinterlassenenleistungen der Pensionskasse gibt es nur, wenn das Reglement sie vorsieht und die Partnerin oder der Partner gemeldet ist. Dazu kommen in den meisten Kantonen deutlich höhere Erbschaftssteuern.

Passende Fachgebiete.

Bereit für das Erstgespräch?

Schildern Sie uns kurz Ihre Situation. Wir melden uns in der Regel innerhalb eines Arbeitstages und nennen Ihnen den Kostenrahmen, bevor Sie sich entscheiden.

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